Zwangsarbeiter-Kartei des Landrates Pongau

  • Entstehungszeitraum: 1939-1945
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Archivalie
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Oskar Dohle
  • Material/Technik: Karteikarten (Karton), teilweise mit Fotografien
  • Größe: 14 cm x 20 cm
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, LR. Pongau
Karteikarte aus dem folgenden Bestand (SLA, LR. Pongau, Zivilarbeiter Polen A-Z) © Salzburger Landesarchiv

Im „Reichsgau Salzburg“ kamen im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter vor allem in der Landwirtschaft, im Straßenbau und auf Kraftwerksbaustellen zum Einsatz. Ab 1943 kann man von ca. 40.000 ausländischen Sklavenarbeitern ausgehen. Viele wurden Opfer der menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Während in der Landwirtschaft die Zwangsarbeiter in der Regel bei ihren Arbeitgebern wohnten, waren sie auf den großen Kraftwerksbaustellen in Lagern untergebracht. Viele dieser Sklavenarbeiter wurden Opfer der menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen. Besonders schlimm war das Schicksal der aus Osteuropa verschleppten Zwangsarbeiter, da sie auf Grund der verbrecherischen NS-Rassenideologie ungleich schlechter behandelt wurden, als Arbeitskräfte aus Westeuropa. Genaue Opferzahlen stehen für Salzburg nicht zur Verfügung, doch alleine in St. Johann im Pongau, wo sich ab Frühjahr 1942 mit dem „Stalag 317 (XVIII C) Markt Pongau“ eines der größten Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des heutigen Österreich befand, sind insgesamt 3.782 Kriegsgefangene, die meisten aus der ehemaligen Sowjetunion, zum Großteil in Massengräbern bestattet. „Zwangsarbeiter-Kartei des Landrates Pongau“ weiterlesen