Gala-Uniform eines österreichischen Beamten aus dem 19. Jahrhundert

  • Entstehungszeitraum: um 1900
  • Entstehungsort: unbekannt
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Leinen, Goldfäden, Federflaum, Metall
  • Größe: 60 x 150 cm
  • Standort/Signatur: Altenmarkter Heimatmuseen Hoamathaus & Dechantshoftenne, Inv.-Nr. 1529
© Altenmarkter Heimatmuseen Hoamathaus & Dechantshoftenne, Inv.-Nr. 1529

Nicht nur in der Armee trug man früher eine Uniform. Die k.k. Beamten Österreichs hatten ebenfalls seit Beginn des 19. Jahrhunderts eigene Uniformen. Je höher ein Beamter gestellt war, desto mehr war die Uniform geschmückt. Im Museum in Altenmarkt hat eine festliche Beamtenuniform aus dem Besitz von Josef Maria Graf von Plaz (1857-1939) bis heute überdauert.

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Das katholische Symbol einer Primizkrone

  • Entstehungszeitraum: 1887
  • Entstehungsort: Radstadt
  • Objektart: religöses Objekt
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Karton, Draht, Blech, Holz, Samt, Goldfäden, Glasperlen, Goldpapier, Stoff, Fotografie
  • Größe: H: 25 cm
  • Standort/Signatur: Pongauer Heimatmuseen (Altenmarkt i. Pongau) Inv.-Nr. 1425
© Pongauer Heimatmuseen, Inv.-Nr. 1425

Eine Primiz, die erste feierliche Messfeier eines Neupriesters, wurde bis ins 20. Jahrhundert – als Fest für die gesamte Pfarrgemeinde – ähnlich wie eine Hochzeit gefeiert. Der Neupriester zog von seinem Elternhaus in einer Prozession zur Kirche. Eine weiß gekleidete Primizbraut – meist die kleine Schwester oder eine Verwandte des Primizianten – trug auf einem edlen Kissen die Primizkrone, die dann neben dem Messbuch abgelegt wurde. Zur Erinnerung und als Standeszeichen bewahrte der Priester seine Primizkrone meist sein Leben lang auf.

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Abdankungserklärung des Fürsterzbischofs Hieronymus Graf Colloredo

  • Entstehungszeitraum: 16. Februar 1803
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Archivale (Urkunde) (Druck nach Urschrift v. 11. Februar 1803)
  • Autor/Künstler: Hieronymus Graf Colloredo
  • Artikel-Autor: Christine M. Gigler
  • Material/Technik: Papier, 1 Bl.
  • Größe: H: 39,4 cm; B: 48,6 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg, AT-AES 1.2 1/20/1
Abdankungserklärung des Fürsterzbischofs Hieronymus Graf Colloredo (1803) © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Hieronymus Graf Colloredo, der 30 Jahre als Fürsterzbischof von Salzburg geherrscht hat, übergibt gemäß den Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses die Regierung des Erzstiftes Salzburg an den Großherzog von Toskana. Dadurch wird der Großherzog – wie im Friedensvertrag von Lunéville (1801) vereinbart – für seine Gebietsverluste entschädigt. Colloredo entlässt alle Untertanen, denen er seinen innigen Dank ausspricht, aus ihrer ihm gegenüber geschuldeten Pflicht und fordert sie zu Treue und Anhänglichkeit für ihren neuen Landesherrn auf. Mit diesem Akt endete die seit dem Spätmittelalter bestehende weltliche Herrschaft der Erzbischöfe über das Land Salzburg.

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W. A. Mozart: Requiem KV 626, Flötenstimme (Detail)

  • Entstehungszeitraum: um 1805
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Notentext, Musikhandschrift
  • Autor/Künstler: Luigi Gatti (1740-1817)
  • Artikel-Autor: Lars E. Laubhold
  • Material/Technik: Papier, Tinte
  • Größe: H: 29 cm; B: 22 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg, Musikaliensammlung, Bestand Dommusikarchiv, A-Sd A 1349
Requiem Luigi Gatti © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Am 18. August 1806 führten die Musiker der Salzburger Hofmusik zu Ehren des wenige Tage zuvor verstorbenen und in St. Peter begrabenen Johann Michael Haydn in der Universitätskirche das Requiem Wolfgang Amadé Mozarts auf. Vermutlich für diese Aufführung fertigte der letzte Salzburger Hofkapellmeister Luigi Gatti eigenhändig eine Adaption des Posaunen-Solos im »Tuba mirum« für Flöte an.

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Empfehlungsschreiben von Antonio Canova

  • Entstehungszeitraum: 6. Mai 1806
  • Entstehungsort: Rom
  • Objektart: Brief
  • Autor/Künstler: Antonio Canova
  • Artikel-Autor: Gerald Hirtner
  • Material/Technik: Tinte auf Papier
  • Größe: 25 x 19 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzabtei St. Peter, Akt 56/1
Brief aus Paris an Abt Dominikus Hagenauer von St. Peter © Archiv St. Peter

Zwei Salzburger zu Besuch beim bedeutendsten klassizistischen Bildhauer der Neuzeit! Im Gespräch mit dem Künstler, im Studium seiner Werke und in der regelmäßigen Benützung seiner erlesenen Bibliothek sollten sie den buon gusto erwerben. Zum Abschied gab es ein Empfehlungsschreiben.
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Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt Salzburg

  • Entstehungszeitraum: 1815/16
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Plan
  • Autor/Künstler: Ludwig Grenier
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Tusche, Aquarell
  • Größe: 58x 88 cm, insgesamt 10 Blätter unterschiedlicher Größe
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Plansammlung 1.717
Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt © Stadtarchiv Salzburg

Der 1816 fertig gestellte Plan erfasst auf insgesamt zehn Blättern das gesamte Wasserversorgungssystem der Stadt Salzburg mit allen Quellfängen, Leitungen und Hausanschlüssen. Auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren, ist planlich dargestellt. „Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt Salzburg“ weiterlesen

Predigt am Huldigungs-Feste für Se. k. k. Majestät von Österreich

  • Entstehungszeitraum: 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Druckwerk
  • Autor/Künstler: Ludwig Anton Krug
  • Artikel-Autor: Stefan Dorninger
  • Material/Technik: Papier, in Fraktur, 30 durchnummerierte Seiten
  • Größe: H: 14,5 cm; B: 9,3 cm, T: 0,3 cm
  • Standort/Signatur: Diözesanbibliothek Salzburg, 403/57
Predigten am Huldigungsfeste am 12. Juni 1816 © Archiv der Erzdiözese Salzburg

In Salzburg herrscht Jubelstimmung an diesem 12. Juni 1816. Nach langen Wirren und verschiedenen Herrschaftseinflüssen feiert man mit dem Herrscher Kaiser Franz II./I. von Österreich, der eigens hierher gekommen war, die Rückgabe des Landes Salzburg an Österreich. Was sollte man aber tun, wenn man nicht nach Salzburg fahren konnte, um dabei zu sein? In der Kirche von Pfarrwerfen thematisierte der dortige Pfarrer Ludwig Krug genau dieses Ereignis in einer flammenden Predigt. Dass dabei die Schlagworte „Gehorsam“ und „Treue“ als „die zwey Hauptpflichten eines christlichen Unterthans“ hervorgehoben wurden, überrascht dabei wenig.

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Huldigungs-Schießen 1816: Ein Schlecker-Gewinn

  • Entstehungszeitraum: 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Textile
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Seide
  • Größe: H: 15 cm; B: 9,5 cm (ohne Borte)
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. 1220-24
Seidenbeutel © Salzburg Museum

Der 1. Mai 1816 war sein sonniger Frühlingstag. An diesem Tag wurde das Land Salzburg im Rahmen eines Festakts durch das bayerische Königsreich an das Kaiserreich Österreich übergeben. Diesem Tag waren viele Jahre an Kriegen, Plünderungen und wechselnden Herrschern über das Land Salzburg vorausgegangen.

Im Juni 1816 besuchte der neue Herrscher, Kaiser Franz I./II. von Österreich (1768-1835), für rund eine Woche, das neu erworbene Salzburger Land. Neben Ausflügen und Festen wurde ab 13. Juni 1816 auch ein „Huldigungs-Freischießen“ auf dem Schießplatz der Stadt Salzburg abgehalten. Die Bestplatzierten erhielten Geldpreise, Gedenkmünzen, aber auch Fahnen gab es zu gewinnen. Die Geldpreise wurden in kleinen Seidenbeuteln übergeben.

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Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat

  • Entstehungszeitraum: 12. November 1816; 26. November 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Libell
  • Autor/Künstler: Bürger der Stadt Salzburg; Munizipialrat der Stadt Salzburg
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Papier, Tinte
  • Größe: 31x20 cm,10 beschriebene Seiten; 31x20, 26 beschriebene Seiten
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Pezoltakten 539
Blatt aus den "Pezoltakten" © Stadtarchiv Salzburg

I. Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat
II. Einlaage des salzburgischen Municipialrathes an Seiner Majestaet dem Kaiser Franz. Als Begleitschrift zur vorigen Beylage Nr. I.

1816 wurde Salzburg Teil des Erzherzogtums Österreich ob der Enns und damit Teil der habsburgischen Monarchie. Aller patriotischen Propaganda zum Trotz war die materielle und soziale Lage der Bevölkerung trist. Das Jahr ohne Sommer, Missernten und Hunger prägten den Alltag. Beschwerdeschriften der Bevölkerung und des Munizipialrates der Stadt Salzburg schildern die verzweifelte Lage. „Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat“ weiterlesen

Jahr ohne Sommer 1816: Eine Hungermedaille

  • Entstehungszeitraum: 1816/17
  • Entstehungsort: Bayern
  • Objektart: Gedenkmedaille
  • Autor/Künstler: Johann Thomas Stettner (1785-1872)
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Silber
  • Größe: Durchmesser: 33mm; Gewicht: 13,46g
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. M 241
Hungermedaille © Salzburg Museum

Der königlich-bayrische Münzgraveur Johann Thomas Stettner aus Nürnberg entwarf eine Erinnerungsmedaille (auch „Hungertaler“) an die Notjahre 1816/17. Hintergrund dieser Notjahre war eine besonders dramatische Missernte im „Jahr ohne Sommer“ 1816.
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