Das Neutor von der Südseite

  • Entstehungszeitraum: 1837
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Druckgraphik
  • Autor/Künstler: Georg Pezolt, Josef Stießberger, Joseph Oberer
  • Artikel-Autor: Peter Rohrmoser
  • Material/Technik: Lithographie/Papier
  • Größe: Bildfeld: H: 165 mm; B: 120 mm; Blatt: H: 310 mm; B: 240 mm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg/AT-AES 6.3.G1.527
Neutor von der Südseite (Lithographie) © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Das dritte Blatt von Heft 1 aus „Die interessantesten Punkte von Salzburg, Tyrol und Salzkam[m]ergut. Getreu nach der Natur aufgenommen“ von 1837 zeigt das Neu- oder Sigmundtor in der Riedenburg. Die tonige Kreidelithographie von Josef Stießberger nach einer Vorlage von Georg Pezolt mit dem Titel „Das Neu- oder Siegmundsthor von Aussen“ präsentiert das von Johann Baptist Hagenauer geschaffene, plastisch reich ausgestaltete Portal.

„Das Neutor von der Südseite“ weiterlesen

Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt Salzburg

  • Entstehungszeitraum: 1815/16
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Plan
  • Autor/Künstler: Ludwig Grenier
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Tusche, Aquarell
  • Größe: 58x 88 cm, insgesamt 10 Blätter unterschiedlicher Größe
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Plansammlung 1.717
Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt © Stadtarchiv Salzburg

Der 1816 fertig gestellte Plan erfasst auf insgesamt zehn Blättern das gesamte Wasserversorgungssystem der Stadt Salzburg mit allen Quellfängen, Leitungen und Hausanschlüssen. Auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren, ist planlich dargestellt. „Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt Salzburg“ weiterlesen

Predigt am Huldigungs-Feste für Se. k. k. Majestät von Österreich

  • Entstehungszeitraum: 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Druckwerk
  • Autor/Künstler: Ludwig Anton Krug
  • Artikel-Autor: Stefan Dorninger
  • Material/Technik: Papier, in Fraktur, 30 durchnummerierte Seiten
  • Größe: H: 14,5 cm; B: 9,3 cm, T: 0,3 cm
  • Standort/Signatur: Diözesanbibliothek Salzburg, 403/57
Predigten am Huldigungsfeste am 12. Juni 1816 © Archiv der Erzdiözese Salzburg

In Salzburg herrscht Jubelstimmung an diesem 12. Juni 1816. Nach langen Wirren und verschiedenen Herrschaftseinflüssen feiert man mit dem Herrscher Kaiser Franz II./I. von Österreich, der eigens hierher gekommen war, die Rückgabe des Landes Salzburg an Österreich. Was sollte man aber tun, wenn man nicht nach Salzburg fahren konnte, um dabei zu sein? In der Kirche von Pfarrwerfen thematisierte der dortige Pfarrer Ludwig Krug genau dieses Ereignis in einer flammenden Predigt. Dass dabei die Schlagworte „Gehorsam“ und „Treue“ als „die zwey Hauptpflichten eines christlichen Unterthans“ hervorgehoben wurden, überrascht dabei wenig.

„Predigt am Huldigungs-Feste für Se. k. k. Majestät von Österreich“ weiterlesen

Huldigungs-Schießen 1816: Ein Schlecker-Gewinn

  • Entstehungszeitraum: 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Textile
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Seide
  • Größe: H: 15 cm; B: 9,5 cm (ohne Borte)
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. 1220-24
Seidenbeutel © Salzburg Museum

Der 1. Mai 1816 war sein sonniger Frühlingstag. An diesem Tag wurde das Land Salzburg im Rahmen eines Festakts durch das bayerische Königsreich an das Kaiserreich Österreich übergeben. Diesem Tag waren viele Jahre an Kriegen, Plünderungen und wechselnden Herrschern über das Land Salzburg vorausgegangen.

Im Juni 1816 besuchte der neue Herrscher, Kaiser Franz I./II. von Österreich (1768-1835), für rund eine Woche, das neu erworbene Salzburger Land. Neben Ausflügen und Festen wurde ab 13. Juni 1816 auch ein „Huldigungs-Freischießen“ auf dem Schießplatz der Stadt Salzburg abgehalten. Die Bestplatzierten erhielten Geldpreise, Gedenkmünzen, aber auch Fahnen gab es zu gewinnen. Die Geldpreise wurden in kleinen Seidenbeuteln übergeben.

„Huldigungs-Schießen 1816: Ein Schlecker-Gewinn“ weiterlesen

Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat

  • Entstehungszeitraum: 12. November 1816; 26. November 1816
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Libell
  • Autor/Künstler: Bürger der Stadt Salzburg; Munizipialrat der Stadt Salzburg
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Papier, Tinte
  • Größe: 31x20 cm,10 beschriebene Seiten; 31x20, 26 beschriebene Seiten
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Pezoltakten 539
Blatt aus den "Pezoltakten" © Stadtarchiv Salzburg

I. Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat
II. Einlaage des salzburgischen Municipialrathes an Seiner Majestaet dem Kaiser Franz. Als Begleitschrift zur vorigen Beylage Nr. I.

1816 wurde Salzburg Teil des Erzherzogtums Österreich ob der Enns und damit Teil der habsburgischen Monarchie. Aller patriotischen Propaganda zum Trotz war die materielle und soziale Lage der Bevölkerung trist. Das Jahr ohne Sommer, Missernten und Hunger prägten den Alltag. Beschwerdeschriften der Bevölkerung und des Munizipialrates der Stadt Salzburg schildern die verzweifelte Lage. „Wahrhafte Darstellung der mißlichen Lage der Stadt Salzburg und ihrer Bewohner in einer Einlage an ihren Stadtmagistrat“ weiterlesen

Jahr ohne Sommer 1816: Eine Hungermedaille

  • Entstehungszeitraum: 1816/17
  • Entstehungsort: Bayern
  • Objektart: Gedenkmedaille
  • Autor/Künstler: Johann Thomas Stettner (1785-1872)
  • Artikel-Autor: Christian Flandera
  • Material/Technik: Silber
  • Größe: Durchmesser: 33mm; Gewicht: 13,46g
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. M 241
Hungermedaille © Salzburg Museum

Der königlich-bayrische Münzgraveur Johann Thomas Stettner aus Nürnberg entwarf eine Erinnerungsmedaille (auch „Hungertaler“) an die Notjahre 1816/17. Hintergrund dieser Notjahre war eine besonders dramatische Missernte im „Jahr ohne Sommer“ 1816.
„Jahr ohne Sommer 1816: Eine Hungermedaille“ weiterlesen

Salzburg im Biedermeier

  • Entstehungszeitraum: 1826/28
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Gemälde
  • Autor/Künstler: Johann Michael Sattler
  • Artikel-Autor: Nikolaus Schaffer
  • Material/Technik: Öl auf Leinwand
  • Größe: Bildnis der Frau Bscheidl: 63 x48,5cm, Dreifaltigkeitsgasse: 125x100,5cm
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum Inv.-Nr. 43-30 und Inv.-Nr. 51-25
Johann Michael Sattler: Dreifaltigkeitsgasse © Salzburg Museum

Salzburg im Biedermeiermeier, das war Salzburg im Dornröschenschlaf. Seit der endgültigen Zugehörigkeit zu Österreich war Salzburg zur Provinzstadt abgestiegen. Der Maler Johann Michael Sattler (1786-1847) malte – neben seinem bekannten Panorama der Stadt – eine Reihe von Bildern, die diese Epoche darstellen. So auch seine Ansicht der Dreifaltigkeitskirche und das Bildnis von Frau Bscheidl.
„Salzburg im Biedermeier“ weiterlesen

Die Salinenkonvention von 1829

  • Entstehungszeitraum: 1829
  • Entstehungsort: Wien
  • Objektart: zwischenstaatlicher Vertrag
  • Autor/Künstler: Kaisertum Österreich und Königreich Bayern
  • Artikel-Autor: Alfred Höck
  • Material/Technik: Papier
  • Größe: H: 34,3 cm, B: 21,8 cm
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, Signatur: Sal.konv.54 (Original: Österreichischem Staatsarchiv & Bayerischen Hauptstaatsarchiv)
Abb. 1: Deckblatt der „Convention zwischen Bayern und Österreich über die beiderseitigen Salinenverhältnisse vom 18. März 1829“ © Salzburger Landesarchiv

Bei der „Konvention zwischen Bayern und Österreich über die beiderseitigen Salinenverhältnisse vom 18. März 1829“ handelt es sich um einen völkerrechtlichen Vertrag zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Bayern. Darin wurden im Wesentlichen die Eigentumsverhältnisse der bayerischen Waldbesitzungen im Pinzgau (Saalforste) und die österreichischen Salzabbaurechte auf der bayerischen Seite des Dürrnberges geregelt. Die sogenannte „Salinenkonvention“ wurde im Jahr 1957 durch die Republik Österreich und den Freistaat Bayern novelliert und besitzt bis heute Gültigkeit. Sie ist somit auch der älteste noch gültige Staatsvertrag Europas.[1]

„Die Salinenkonvention von 1829“ weiterlesen

Sanctus aus Franz Xaver Gruber (1787–1863), Deutsche Landmesse, C-Dur

  • Entstehungszeitraum: 1835–1848
  • Entstehungsort: Land Salzburg (Berndorf?, Hallein?)
  • Objektart: Notentext
  • Autor/Künstler: Franz Xaver Gruber (1787–1863); Textdichter: unbekannt
  • Artikel-Autor: Eva Neumayr
  • Größe: 30 x 24 cm (org), 32 x 24 cm (S)
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg
Gruber Landmesse © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Im Frühjahr 2012 konnte in einem Salzburger Antiquariat ein Stoß Kirchenmusik aus dem 19. Jahrhundert aus der Pfarre Wagrain für das Archiv der Erzdiözese erworben werden. Bei näherer Durchsicht stellte sich heraus, dass sich darin neben zahlreichen Kirchenmusikalien aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts drei Autographen von Franz Xaver Gruber (1787–1863), die der mündlichen Überlieferung zufolge aus dem Besitz von Joseph Mohr stammen sollen, befanden. Während zwei der autograph überlieferten Werke im Gruber-Werkverzeichnis bereits nachgewiesen sind, stellt die vorliegende Deutsche Landmesse einen Neufund dar.

„Sanctus aus Franz Xaver Gruber (1787–1863), Deutsche Landmesse, C-Dur“ weiterlesen

Fahne der Erstbesteigung des Großvenedigers am 3. September 1841

  • Entstehungszeitraum: 1841
  • Entstehungsort: Mittersill
  • Objektart: Fahne
  • Autor/Künstler: Rudolf Felner (Beschriftung)
  • Artikel-Autor: Urd Vaelske
  • Material/Technik: Leinen, beschriftet, Holz, bemalt
  • Größe: Fahnenblatt: H. 96 cm, B. 100 cm, Fahnenstange: L. 219 cm, Aufsatz: D. 5,2 cm
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. 2-41
Großvenediger Fahne © Salzburg Museum

Am 3. September 1841 machte sich ein Tross von vierzig Männern, die meisten von ihnen aus dem Pinzgau, zur Erstbesteigung des Großvenedigers auf. Sie führten eine rot-weiß-rote Fahne mit sich, die nach der geglückten Bezwingung des Bergs auf dem Gipfel gehisst, wieder talwärts genommen und erst in Mittersill beschriftet wurde. Kurze Zeit danach kam sie in das Städtische Museum in Salzburg. Diese Handlung veranschaulicht nicht nur die große Bedeutung dieses Unternehmens, sondern auch ihren patriotischen Charakter.
„Fahne der Erstbesteigung des Großvenedigers am 3. September 1841“ weiterlesen