Verbrüderungsurkunde des Stiftes Nonnberg mit St. Peter

  • Entstehungszeitraum: 13.10.1515
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Urkunde
  • Autor/Künstler: Äbtissin Ursula Trauner von Nonnberg
  • Artikel-Autor: Gerald Hirtner
  • Material/Technik: Tinte auf Papier, aufgedrücktes Wachssiegel
  • Größe: 22,3 x 15 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzabtei St. Peter, Urk. Nr. 1882
Verbrüderungsurkunde des Stiftes Nonnberg mit St. Peter © Archiv St. Peter

Auf einem kleinen Stück Papier wurde vor 500 Jahren ein bilaterales Abkommen zwischen den beiden ältesten Klöstern des Landes, St. Peter und Nonnberg, festgehalten. Kraft dieser so genannten Verbrüderungsurkunde wurde die seit dem Frühmittelalter bestehende Verbindung erneuert. Heute sind St. Peter und Nonnberg mit jeweils einem Alter von über 1.300 Jahren die beiden ältesten ununterbrochen bestehenden Klöster nördlich der Alpen.
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Das älteste Salzburger Matrikenbuch

  • Entstehungszeitraum: 9. Januar 1575–24. November 1599
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Buchförmiges Archivale (kirchliches Amtsbuch)
  • Autor/Künstler: Seelsorger der Salzburger Dompfarre
  • Artikel-Autor: Christine M. Gigler
  • Material/Technik: Papier, 159 Folien, handschriftlich, brauner Ledereinband (2. H. 20. Jh.) mit naturfarbenen Lederschnüren
  • Größe: H: 31,5 cm; B: 23,9 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg, AT-AES 5.143
Das älteste Salzburger Matrikenbuch (1575/99) © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Das Trauungsbuch der Salzburger Dompfarre von 1575

Bei dem ältesten in Salzburg entstandenen Matrikenbuch handelt es sich um ein Trauungsbuch der Salzburger Dompfarre. Es wurde zu Beginn des Jahres 1575 angelegt und bis November 1599 fortgeführt. Erst wenige Jahre zuvor waren vom Konzil von Trient (1545–1563) und von der daraufhin im Jahr 1569 in Salzburg abgehaltenen Provinzialsynode die Führung von Trauungs- (und Tauf-)büchern vorgeschrieben worden, um auf diese Weise die Rechtmäßigkeit von Eheschließungen sicherzustellen. Die Trauungsmatriken sind besonders wichtige Quellen für die Familienforschung, denn aus den hier erfassten Einträgen können wesentliche Informationen über die Brautleute und ihre Familien gewonnen werden.

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Medizinisches Rezeptbuch von Wieting

  • Entstehungszeitraum: 1603
  • Entstehungsort: Kärnten, Wieting, Propstei
  • Objektart: Handschrift
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Simon Edlmayr
  • Material/Technik: Tinte auf Papier, Folio, Pergamenteinband
  • Größe: 31x21,5x3 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzabtei St. Peter, Wieting Hs. 73
Blatt aus dem Medizinischen Rezeptbuch von Wieting © Archiv St. Peter

Wo drückt der Schuh? Ein Blick in das Rezeptbuch aus der kleinen Kärntner Propstei Wieting im Görtschitztal, ab 1147 zum Kloster St. Peter gehörig, erweist sich diesbezüglich für das frühe 17. Jahrhundert als sehr aufschlussreich. Hier begegnen einem allerlei Heilmittel, die gegen diverse Beschwerden empfohlen und verschrieben wurden.
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Goldegger Stube

  • Entstehungszeitraum: 1606
  • Entstehungsort: Goldegg
  • Objektart: Täfelung
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Urd Vaelske
  • Material/Technik: Zirben-, Ahorn-, Nuss- und Zwetschkenholz
  • Größe: 37,52 m², H. 3,28 m
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. 124-48
Goldegger Stube © Salzburg Museum

Die Goldegger Stube entstand im Jahr 1606 und stammt aus dem so genannten Judenhof in Goldegg. Dort war sie wahrscheinlich Teil einer prunkvollen Innenstattung. Im Jahr 1883 verkaufte sie der damalige Hofbesitzer Johann Hinterlechner an das Städtische Museum in Salzburg. Als Teil der Ausstellung ist die unversehrt erhaltene Wohnstube ein wichtiger Zeitzeuge der gehobenen Wohnkultur am Beginn des 17. Jahrhunderts und damit auch eine der Hauptattraktionen im Museum.

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Die „Sieben Mühlen“ in Pfarrwerfen

  • Entstehungszeitraum: unbekannt (vor 1605)
  • Entstehungsort: Pfarrwerfen
  • Objektart: Gmachmühlen (anonyme Zweckarchitektur)
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Alfred W. Höck
  • Material/Technik: Holz
  • Größe: ca. 4 x 4 Metern, große oberschlächtige Wasserrad (Durchmesser ca. jeweils ca. 2,40 m)
  • Standort/Signatur: Pfarrwerfen (Erlebnisrundweg: Vom 1. Mai bis 31. Oktober)
Abb. 2: Blick auf zwei Mühlen am Achberg aus dem Jahr 1998 © Salzburger Landesarchiv

Im Gemeindegebiet von Pfarrwerfen befindet sich ein in seiner Art im Bundesland Salzburg einmaliges bauliches Ensemble, die sogenannten „Sieben Mühlen“. Diese erhaltenen sechs Bauernmühlen sind sowohl rare Objekte einer vergangenen anonymen Architektur, als auch anschauliche Quellen des Wandels der Lebens- und Wirtschaftsweise im ländlichen Raum. „Die „Sieben Mühlen“ in Pfarrwerfen“ weiterlesen

Stammbuch der Familie Aman von Judendorf und Saal

  • Entstehungszeitraum: 1590-1658
  • Entstehungsort: Salzburg (Pinzgau)
  • Objektart: Handschrift
  • Autor/Künstler: Hans Sigmund Aman zu Judendorf und Saal u. a.
  • Artikel-Autor: Hubert Schopf
  • Material/Technik: Papier, Tinte, zahlreiche kolorierte Kupferstiche und Zeichnungen
  • Größe: H: 18,2 cm; B: 13,8 cm
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, Graphik V. 49
Stammbuch Aman/Abb 1/Der Eintrag für das Besitzerehepaar des Stammbuches Hans Sigmund Aman und Maria Perner © Salzburger Landesarchiv

Im Jahr 2010 gelang es dem Salzburger Landesarchiv mit Unterstützung des Komitees für Salzburger Kulturgüter eine ausgesprochene Rarität aus bayerischen Privatbesitz zu erwerben. Es handelt sich um das Stammbuch der Familie Aman von Judendorf und Saal. Dieses Stammbuch wurde über ein halbes Jahrhundert kontinuierlich geführt und enthält über 125 Einträge, in welchen sich die Verwandten und Freunde der Besitzer verewigten. Neben dem kunsthistorischen Wert ist dieses Stammbuch eine ausgesprochen wertvolle Geschichtsquelle, die einen erstklassigen Einblick in die familiären und sozialen Beziehungen einer kleinadeligen Pinzgauer Familie des beginnenden 17. Jahrhunderts bietet.

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Abschrift des Kaufbriefs über die Herrschaft Mattsee

  • Entstehungszeitraum: 17. Jahrhundert
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Archivale (Urkundenabschrift)
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Wolfgang Neuper
  • Material/Technik: Papier, 1 Lage
  • Größe: H: 30,6 cm; B: 20,2 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg/AT-AES 1.2 5/1/14
Kaufbrief Herrschaft Mattsee © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Dem Erzbischof von Salzburg gelang es im Spätmittelalter, ein geschlossenes Herrschaftsgebiet aufzubauen. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts war Salzburg ein eigenes geistliches Fürstentum mit dem Fürsterzbischof als geistliches und weltliches Oberhaupt. An der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert hatte dieses neue Land Salzburg seine größte Ausdehnung und die stückweise Erwerbung des heutigen Flachgaus fand mit dem Kauf der Herrschaften Mattsee und Straßwalchen 1398 ihren Abschluss. Das Erzstift Salzburg blieb bis zur im Reichsdeputationshauptschluss 1803 verfügten Säkularisation bestehen und kam nach einigen wechselvollen Jahren 1816 endgültig zu Österreich.

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Die Zunfttruhe – Ritueller Mittelpunkt des Zunftwesens

  • Entstehungszeitraum: 1706
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Truhe
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Urd Vaelske
  • Material/Technik: Nussholz, bemalt
  • Größe: H: 43 cm, B: 60 cm, T: 41 cm
  • Standort/Signatur: Salzburg Museum, Inv.-Nr. 9-38
Zunfttruhe der Müller, Salzburg 1706 © Salzburg Museum

Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Zünfte aufgelöst wurden kamen sehr viele „Zunftaltertümer“ in die Museen. So kam auch die, aus dem Jahr 1706 stammende, Zunftlade der Müller ins Salzburg Museum.

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Der Städte-Atlas „Prospectus elegantiores“

  • Entstehungszeitraum: Anfang 18. Jh. bzw. 1762
  • Entstehungsort: Nürnberg
  • Objektart: Druckgraphik
  • Autor/Künstler: Johann Baptist Homann
  • Artikel-Autor: Peter Rohrmoser
  • Material/Technik: Kupferstich/Papier, handkoloriert
  • Größe: Bildfeld: H: 485 mm; B: 570 mm; Druckplatte: H: 495 mm; B: 585 mm; Blatt: H: 507 mm; B: 595 mm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg, AT-AES 6.3.G1.61
Prospectus Elegantiores © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Der „PROSPECTVS ELEGANTIORES …“ ist eine Seite des Homann’schen „Städt-Atlas oder: Schauplatz berühmter Städte, Vestungen, Prospeckte, Gegenden, Grundrisse, Belagerungen, etc:“ der in Nürnberg ab 1707 in mehreren Auflagen erschien. Das Blatt zeigt neben einer Gesamtansicht der Stadt vom Kapuzinerberg, je zwei Ansichten der Universitätskirche und des Domes, den Innenhof der Universität, die Festung, das Glockenspiel, die Pferdeschwemme und die Felsenreitschule sowie eine Ansicht von Schloss Klessheim mit verschiedenen Beschreibungen.

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Das Messingwerk und der Eisenhammer von Ebenau

  • Entstehungszeitraum: nach 1727
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Archivalie
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Ulrike Engelsberger
  • Material/Technik: Papier, Tusche, Federzeichnung
  • Größe: H: 31 cm B: 44,5 cm
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, Bergwesenmappen III.1
Abb 1: Plan des Hochfürstlichen Mössing Hittwerch Ebenau © Salzburger Landesarchiv

Die Ansicht um das Jahr 1727 zeigt das ehemalige Messingwerk und den Eisenhammer von Ebenau zur Zeit seiner wirtschaftlichen Blüte. Diese Werks- und Wohnsiedlung bestand damals aus: 1: Gotteshaus, 2: das Vikarhaus, 3: das Verweserhaus, 4: das Mesnerhaus, 5: die Schmelze, 6: der Kohlenstadel, 7: die Drahtschmiede, 8: Kupferhammer, 9: Eisenhammer, 10: der mittlere Messinghammer, 11: der untere Messinghammer, 12: der Zeughammer, 13: das Wirtshaus, 14: das Messingschaberhaus; 15, der Zimmererstadel, 16: die Mühle, 17: die Rohrschmiede, 18: der Rauschgoldhammer, 19: das Hufschmiedhaus, 20: das Zimmermannshaus. Noch heute der Ortskern von Ebenau auf diese alte Industriesiedlung zurück.

1585 wurden hier von der Handelsfamilie Stainhauser ein Messingwerk und eine Drahtmühle gegründet. 1622 wurde das Industrieunternehmen vom Salzburger Landesherrn Erzbischof Paris Lodron gekauft und ausgebaut.

In den Jahren 1650 bis 1740 entwickelte sich neben der Salzgewinnung am Dürrnberg diese Messingindustrie in Ebenau und in Oberalm, wo sich ein weiteres Werk befand, zur wichtigsten Einnahmequelle des Erzstiftes Salzburg. Obwohl die Rohstoffe vornehmlich aus dem Ausland kostspielig importiert werden mussten, nahmen die in Ebenau erzeugten Halbfabrikate eine Vorrangstellung am ausländischen Markt ein. Ebenau war auch das Zentrum der Waffenerzeugung im Erzstift Salzburg. Über drei Generationen, von 1636 bis in die 1690er Jahre, fertigte hier die berühmte aus dem thüringischen Suhl stammende Waffenschmiedefamilie Klett ihre qualitätsvollen Erzeugnisse an. Handelsbeschränkungen durch die Nachbarstaaten und Unrentabilität in der Erzeugung führten aber langfristig zum Niedergang der Metallverarbeitung in Ebenau. 1844 wurde die Messinghütte, 1875 auch der Kupfer- und Eisenhammer geschlossen.

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