Hieronymuskataster

  • Entstehungszeitraum: 1776-1779
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Archivalie
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Oskar Dohle
  • Material/Technik: Papier, Einbände Leder oder Karton
  • Größe: unterschiedlich
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, Hieronymuskataster
Die drei Bände der Steuerbücher des Hieronymuskatasters für das Pfleggericht Mattsee © Salzburger Landesarchiv

Das nach EB Hieronymus Colloredo benannte Katasterwerk entstand zwischen 1776 und 1779. Mit ihm gelang erstmals eine von der Grundherrschaft unabhängige „Regulierung des Steuerwesens“ außerhalb des Wirkungsbereiches der Urbarverwaltung. Der Kataster gliedert sich in die einzelnen Pfleggerichte mit ihren regionalen Unterabteilungen und erfasst alle Realitäten und bestimmte Gewerbekonzessionen, geteilt in Real- und Personalgewerbe. Nachdem die Steuer-Superrevision Ende 1778 abgeschlossen war, beauftragte man die Gerichtsbeamten mit der Anlage von „Steuerbüchern“. Der Großteil erhielt mit ihrer Ratifizierung am 3. November 1779 Rechtsgültigkeit. Im Salzburger Landesarchiv befinden sich heute nur noch die 80 Bände der „Steuerbücher“ jener Gerichte, die nach 1816 bei Salzburg verblieben. Die übrigen für die ehemals salzburgischen Pfleggerichte westlich von Saalach und Salzach werden im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt. Die „Konzeptbände“ (83 Bände) als Grundlagen für die Berechnung der Höhe der Steuer sind im Salzburger Landesarchiv vollständig erhalten und umfassen auch jene Gebiete, die heute zu Bayern gehören. Als Ergänzung und Grundlage zum Kataster sollte ein Kartenwerk entstehen. Die 1775 begonnenen Vermessungsarbeiten kamen jedoch wegen Geld- und Personalmangel über Probeaufnahmen im Pfleggericht Staufenegg und Laufen nicht hinaus.

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Missa brevis et solemnis in C-Dur (Spatzenmesse, KV 220/196b)

  • Entstehungszeitraum: 1775–1780
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Notentext
  • Autor/Künstler: Wolfgang Amadeus Mozart
  • Artikel-Autor: Eva Neumayr
  • Größe: 31,5 x 23 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg, Dommusikarchiv, A 709
Wolfgang Amadeus Mozart: Seite 1 und 2 der Vlne-Stimme zur Missa brevis et solemnis in C-Dur (Spatzenmesse, KV 220/196b) aus dem originalen Stimmensatz des Salzburger Doms, mit handschriftlichen Korrekturen Wolfgang Amadeus Mozarts, u.a. „Allegro“ auf beiden Seiten jeweils links oben. © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Weil die autographe Partitur der Spatzenmesse (KV 220) spätestens seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts verschollen ist, stellt jener von Wolfgang Amadeus Mozart korrigierte und mit Eintragungen versehene Stimmensatz, der sich im Salzburger Dommusikarchiv des Archivs der Erzdiözese Salzburg erhalten hat, die wichtigste Quelle für diese berühmte Messe dar.

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Adelsbrief für Sigmund Haffner (Hafner) d. J.

  • Entstehungszeitraum: 29. Juli 1782
  • Entstehungsort: Wien
  • Objektart: Adelsbrief
  • Autor/Künstler: Kaiser Josef II.
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Pergament, Tinte, Siegel in vergoldeter Kapsel; Wappen in Gouache
  • Größe: 17 Seiten; 36,5x27cm
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Standeserhebungsdiplome und Wappenbriefe 10
Adelsbrief für Sigmund Haffner © Stadtarchiv Salzburg

1782 wurde der Salzburger Großhändler Sigmund Haffner der Jüngerer in den Reichsritterstand mit dem Prädikat „Edler von Innbachhaussen“ erhoben. Aus diesem Anlass komponierte Wolfgang Amade Mozart die Haffner Symphonie (KV 385).
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Einzug des Papst Pius VI.

  • Entstehungszeitraum: 1782
  • Entstehungsort: Augsburg (?)
  • Objektart: Druckgraphik
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Peter Rohrmoser
  • Material/Technik: Tiefdruck/Papier
  • Größe: Bildfeld: H: 318 mm; B: 405 mm; Blatt: H: 399 mm; B: 487 mm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzdiözese Salzburg/AT-AES 6.3.G1.3754
Einzug Papst Pius VI © Archiv der Erzdiözese Salzburg

Im Rahmen einer ausgedehnten Reise, die ihn auch nach Wien und München brachte, besuchte Papst Pius VI. am 2. Mai 1782 die Bischofsstadt Augsburg. Der feierliche Einzug mit verschiedenen Vertretern der geistlichen und weltlichen Stände wurde in einem Stich mit dazugehörender Legende dokumentiert und veröffentlicht. Der sich durch das Bildfeld schlängelnde Festzug mit Stadtkulisse wird durch zwei Bildnisse von Papst Pius VI. und seinem Gastgeber Fürstbischof Clemens Wenzeslaus, Herzog von Sachsen, bekrönt.
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Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn: Juvavia

  • Entstehungszeitraum: 1784
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Druckwerk
  • Autor/Künstler: Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn
  • Artikel-Autor: Barbara Koller-Brettenthaler
  • Größe: Format: 335 mm x 225 mm
  • Standort/Signatur: Salzburger Landesarchiv, SLA-HB C 10.000, Sonderbestand
Porträt J. F. Th. v. Kleimayrn (Ölgemälde; SLA, Kunstinventar 045) © Salzburger Landesarchiv

Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn (1733 – 1805), Jurist und Spitzenbeamter im zu Ende gehenden Erzstift sowie zur Zeit des Kurfürstentums Salzburg, veröffentlichte im Jahr 1784 als sein bedeutendstes Werk die „Nachrichten vom Zustande der Gegenden und Stadt Juvavia vor, während, und nach der Beherrschung der Römer bis zur Ankunft des heiligen Ruperts und von dessen Verwandlung in das heutige Salzburg“.

Mit dieser historisch-staatsrechtlichen Publikation trat Kleimayrn den von Bayern gegenüber Salzburg vorgebrachten territorialen und ökonomischen Ansprüchen unter Heranziehung des einschlägigen Quellenmaterials, vor allem mittelalterlicher Urkunden, erfolgreich entgegen. Nach dem Ende der Selbständigkeit Salzburgs und der Verbringung seiner Archive nach Wien und München ab 1806 bedeutete die Veröffentlichung dieser Quellen in der „Juvavia“ bzw. ihren Urkundenanhängen, dass die Dokumente in gedruckter Form in Salzburg weiterhin der landesgeschichtlichen Forschung zur Verfügung standen.
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Eine Gleinker Totenrotel in St. Peter

  • Entstehungszeitraum: 1497/1787
  • Entstehungsort: Gleink bei Steyr (OOe.)/St. Peter in Salzburg
  • Objektart: Pergamentrotulus
  • Autor/Künstler: unbekannt
  • Artikel-Autor: Gerald Hirtner
  • Material/Technik: Pergament/Karton
  • Größe: H: 17,5 cm; Radius: 3,5 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzabtei St. Peter, vacat (Lost Art; Kriegsverlust)
Die in St. Peter verbliebene Kartonhülle der Gleinker Totenrotel © Archiv St. Peter

An einen leeren Kokon erinnert ein zylinderförmiges Objekt aus Karton, das im Archiv der Erzabtei St. Peter verwahrt wird. Was einst wertvollen Inhalt in sich barg, ist heute nur noch Beleg für entwendetes Eigentum.

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Brief aus Paris an Abt Dominikus Hagenauer von St. Peter

  • Entstehungszeitraum: 18. Juli 1789
  • Entstehungsort: Paris
  • Objektart: Brief
  • Autor/Künstler: P. Corbinian Gärtner OSB
  • Artikel-Autor: Gerald Hirtner
  • Material/Technik: Tinte auf Papier
  • Größe: 22,6 x 18,6 cm
  • Standort/Signatur: Archiv der Erzabtei St. Peter, Akt 55-17/139
Brief aus Paris an Abt Dominikus Hagenauer von St. Peter (Akt 55-17/139) © Archiv St. Peter

Sternstunden der Menschheit sind selten und sie mitzuerleben wohl eine Fügung des Schicksals. Auf derart schicksalshafte Weise gerieten zwei Salzburger Benediktiner mitten in den Ausbruch der französischen Revolution – ein „Live-Bericht“ aus Paris 1789.
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Kundschaftsbrief für einen Schuhmachergesellen

  • Entstehungszeitraum: um 1790, unterzeichnet 1798
  • Entstehungsort: Salzburg
  • Objektart: Urkunde
  • Autor/Künstler: Franz Nagnzaun
  • Artikel-Autor: Thomas Weidenholzer
  • Material/Technik: Papier, Ätzradierung (Vordruck mit Leerstellen), Tinte
  • Größe: 32x46 cm
  • Standort/Signatur: Stadtarchiv Salzburg, Zunftarchivalien 554
Kundschaftsbrief für einen Schuhmachergesellen © Stadtarchiv Salzburg

Arbeitszeugnis des Handwerks der bürgerlichen Schuhmacher für Marcus Klainschwirr aus Langwaden mit einer Stadtansicht aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert. „Kundschaftsbrief für einen Schuhmachergesellen“ weiterlesen